Headerbild Jugendwohnheim ISO 9001 zertifiziert Jugendwohnheim

Reiche Ernte

SCHULISCHE FÖRDERUNG - Dieses Jahr genießen viele Bewohner/innen, somit auch das Team des Katholischen Jugendwohnheims Bernhard Letterhaus den Sommer. Die Arbeit scheint sich gelohnt zu haben. Der Notendurchschnitt auf den Zeugnissen spricht für sich. Unsere Stützlehrerin Frau Hensen-Daun fasst die Ergebnisse in dem folgenden Artikel zusammen:

Wie bei einer reichen Ernte bereiteten sich fast alle Schüler/innen der Internationalen Förderklassen auf eine Berufsausbildung in den Fachbereichen Ernährung, Erziehung, Gesundheit. Soziales bzw. Holz-, Metall oder Elektrotechnik vor und erlangten Kenntnisse und Fertigkeiten eines Hauptschulabschlusses nach Klasse 9. Sie wurden in Berufsfachschulen aufgenommen und absolvieren dann ein Schuljahr mit Theorie- und Praxismodulen. Besonders gilt zu erwähnen, dass drei Bewohner/innen, die vor weniger als drei Jahren nach Deutschland kamen, die Fachoberschulreife erreichten und sich zum Besuch der gymnasialen Oberstufe in den Fachbereichen Elektrotechnik bzw. Wirtschaft und Verwaltung qualifizierten. Sie streben danach höhere Schulabschlüsse an, um ggf. später ein Studium aufzunehmen.

Ein Wunsch scheint sich hoffentlich auch zu erfüllen: eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Da ein Schulabschluss aus dem Heimatland anerkannt worden war, bewarb sich ein Bewohner erfolgreich um einen Schulplatz in der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung. Dazu gehört ein Jahrespraktikum, das er in einem Großhandelsbetrieb absolvieren wird.

Einige Bewohner/innen durchliefen die Klassen 11 der Höheren Handelsschule bzw. die Klassen 12 im Zuge ihrer Qualifizierung zur Erzieherin oder Freizeitsportleiterin. Darauf folgt entweder ihr Anerkennungsjahr oder die Vorbereitung auf die Allgemeine Hochschulreife.(AHR).

Die Auszubildenden in den Berufen Hauswirtschafterin, Elektriker und Metallbauer beendeten ihr erstes Jahr und blicken nun der Zwischenprüfung entgegen.

Doch es gibt weitere Sterne am Himmel der Möglichkeiten. Einem Bewohner gelang es, in seinem Traumberuf als Fachinformatiker Anwendungstechnik sämtliche Prüfungen zu meistern und beim Ausbildungsbetrieb einen Übernahmevertrag in ein festes Arbeitsverhältnis zu unterzeichnen.

Ein Bewohner des vorherigen Abiturjahrgangs studiert mittlerweile Medizin.

Zwei Bewohner/innen qualifizierten sich zur Sozialassistentin und erhielten Zusagen, sich zur Erzieherin weiterbilden zu können.

Diese Beispiele ermuntern viele Bewohner/innen, weiter Deutsch zu lernen und Zertifikatsprüfungen abzulegen bzw. Förderangebote zu nutzen und sich vom Team oder von der hauseigenen Stützlehrerin „coachen“ zu lassen, Bewerbungs- bzw. Prüfungstraining oder anderweitige Beratung und Begleitung wahrzunehmen.

In einigen Fällen ermöglicht ein breiteres Zeitfenster den jungen Menschen nach einer „Wüstenphase“ und der Chance, sich neu zu orientieren, sinnvolle Wege mit Blick auf ein selbstständiges Leben zu erarbeiten.

Die „Ernte“ fällt nicht nur durch die erreichten Ziele oder Zwischenstationen reich aus, sondern lässt uns staunen, dass sich die Notendurchschnitte im oberen Drittel der gesamten Palette konzentrieren, angeführt von 1,3.

Wir freuen uns mit den Bewohner/innen über die „reiche Ernte“ und bedanken uns bei allen Beteiligten, die dies ermöglichen.

In diesem Sinne wünschen wir allen guten Mut für die kommende Zeit und einen schönen Sommer.