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Gelungene Einweihungsfeier

Einweihung Dachneubau DREIFALTIGKEITSSONNTAG – Mit ca. 300 anwesenden Gästen wurde am 16. Juni 2019 der Dachneubau des Jugendwohnheims eingeweiht. In Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde Köln-Poll und den Mitarbeitern und Bewohnern des Jugendwohnheims wurde ein großes Einweihungsfest organisiert und durchgeführt. Bei strahlendem Sonnenschein prozessierte die Pfarrgemeinde und viele Gäste von der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit ins Jugendwohnheim. Anschließend wurde der Neubau von Pfarrer Jürgen Dreher gesegnet. Nach den Festreden durch den Vorstand des Trägervereins, dem geschäftsführenden Vorstand der Agentur für Arbeit Köln und dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins feierten die Gäste mit dem Jugendwohnheim ein gelungenes Fest mit Livemusik und Grillwürstchen. Gleichzeitig fand ein Ehemaligentreffen der Bewohner, organisiert durch den Förderverein der Einrichtung, statt.

Pressemitteilung Kölner Stadtanzeiger

Pressemitteilung Porzer Wochenspiegel

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Seit vielen Jahrzehnten ist es in den Poller Pfarrgemeinden St. Josef und Hl. Dreifaltigkeit Tradition, dass die Gemeinde das Dreifaltigkeitsfest (der erste Sonntag nach Pfingsten) mit einer Prozession durch die Gemeinde und einem anschließenden kleinen Fest begehen. War die Poller Heimstatt früher Zwischenstation zwischen den beiden Pfarrkirchen, endet die Prozession seit einigen Jahren im Jugendwohnheim. Da im vergangenen Jahr der gesamte vordere Bereich von der Baustelle des Dachneubaus belegt war, zog die Gemeinde zum ersten Mal in den Innenhof und führte hier den Abschlusssegen durch. Dies - und das anschließende Grillfest mit den Bewohnern der Einrichtung - hat allen Beteiligten so gut gefallen, dass die Idee entstanden ist, das kommende Dreifaltigkeitsfest mit der Einweihung des Neubaus zu verbinden.

Die Poller Kirchengemeinde engagierte sich schon in den frühen Nachkriegsjahren zusammen mit dem ersten Heimleiter Servi Schüller und dem damaligen Pfarrer Milde für die in Not geratenen jungen Menschen und bauten das von Bomben zerstörte HJ-Heim zu der „Heimstatt Haus des Jungen Mannes“ auf. Schon 1951 fanden dort - Zitat aus der Chronik - „sechzig Jungen ohne Eltern ein Heim“.
1989 wechselte die Trägerschaft der Heimstatt von der Pfarrgemeinde Hl. Dreifaltigkeit zum heutigen Trägerverein, und nahm später den heutigen Namen an.
Nach vielen unzähligen Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen des Altbaus, plante der Träger im Jahr 2000 eine Erweiterung der Einrichtung, um die Wohnqualität zu erhöhen. Nach über 10 Jahren Planungs- und zwei Jahren Bauzeit gelang es im Jahr 2012 einen Neubau mit zwölf modernen Apartments und einen Anbau mit Freizeiträumen zu realisieren.
Im Jahr 2015 plante der gemeinnützige Verein als letzten Schritt der Grundsanierung der Einrichtung das Dach des Altbaus zu isolieren und die kleinen, noch aus dem 50jahren stammenden, Dachzimmern zu modernisieren. Im Verlauf der Planung wurde festgestellt, dass diese Maßnahme aufgrund statischer Probleme so nicht umgesetzt werden konnte. Es stellte sich heraus, dass das gesamte Dach abgetragen und eine völlig neue Konstruktion aufgebaut werden musste. Dieser Umstand wurde dazu genutzt ein ansprechendes Dach und mehr Raum zu schaffen, so dass neben der energetischen Sanierung auch hier die Wohnqualität durch 20 moderne Einzelapartments gesteigert werden konnte.

Nach einer Messe in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, an der auch viele auswärtige Gäste und Vereinsmitglieder teilgenommen hatten, startete das Einweihungsfest mit dem festlichen Einzug der Gemeinde in den Innenhof der Einrichtung. Hier hatten die Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung und ehrenamtliche Helfer der Pfarrgemeinde das Fest mit Zelten, Bühne, Informations-, Essens- und Getränkestände vorbereitet.
Pfarrer Jürgen Dreher erteilte hier den Abschlusssegen und segnete anschließend zwei Holzkreuze, die von den Bewohnern die auch die Fürbitten vorgetragen hatten, in den Neubau getragen wurden.
Anschließend begrüßte Herr Dieter Schieffers, in seiner Funktion als geschäftsführender Vorstand des Trägervereins die Anwesenden und berichtete über die Verbindung des Hauses mit der Pfarrgemeinde, den geschichtlichen Hintergrund und über das bauliche Engagement des Trägers seit der Übernahme.
Herr Norbert Wingensiefen, ebenfalls geschäftsführender Vorstand des Trägers, ergänzte in seiner Rede diese Ausführungen mit einer Zeitreise durch die anspruchsvolle Baumaßnahme. Ferner wies er auf die Wichtigkeit der in der Einrichtung geleisteten sozialpädagogischen Arbeit hin, die hier für die jungen Menschen geleistet wird. Ausdrücklich bedankte er sich bei seinem Vorstandskollegen, dem Heimleiter, den Mitarbeitern und allen Beteiligten, wie Bundesagentur für Arbeit, Erzbistum Köln und Sparkasse Köln/Bonn. Herr Johannes Klapper, geschäftsführender Vorstand der Agentur für Arbeit Köln, konnte als Gastredner gewonnen werden und richtete ein Grußwort an die Gäste. Er bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der freien Träger und hob die Wichtigkeit des Jugendwohnens für die Zukunft hervor.
Als letzter Redner, bevor Vorstand und Heimleitung das Fest eröffneten, sprach Tom Borgs-Orlando als erster Vorsitzender des Ehemaligen- und Fördervereins der Einrichtung zu den Anwesenden. Als ehemaliger Bewohner, der vor über 20 Jahren selber in der Einrichtung lebte, schilderte er seine Sicht des Jugendwohnens und beeindruckte die Zuhörerschaft sehr mit seiner Schilderung.

Der gemütliche Teil des Festes wurde anfänglich durch das Poller Jugendblasorchester begleitet. Im Verlauf des Tages genossen die Gäste die Livemusik der Band DROPS, die fast den gesamten Nachmittag die Gäste mit ihrer tollen Musik begeisterte und zudem Ihre Gage dem Förderverein spendete. Ferner gab der Poller Kirchenchor, der in diesem Jahr sein 90 jähriges Bestehen feiert, am Nachmittag zu diesem Anlass noch ein kleines Sonderkonzert.
Die anwesenden Gäste wurden an verschiedenen Ständen mit Essen und Trinken versorgt und konnten unter den schattigen Sitzmöglichkeiten den Nachmittag genießen. An Infoständen und bei Rundgängen durch die Einrichtung konnten sich die interessierten Gäste über die pädagogische Arbeit der Einrichtung informieren.
Der Förderverein, der durch ehemalige Bewohner gegründet wurde, um die in der Einrichtung lebenden Bewohner zu fördern, präsentierte sich mit einem eigenen Stand und verteilte Gastgeschenke. Hier konnten die eingeladenen Gäste auch eine Spende abgeben. Dies wurde von den Gästen auch großzügig getan. So wurden ca. 1700,00 € gesammelt, die direkt wieder den Bewohnern zu Gute kommen.

Das offizielle Fest wurde gegen 17:00 Uhr beendet. Mitarbeiter und Bewohner haben den Abend noch gemeinsam ausklingen lassen und waren sich einig, dass war ein tolles Fest.